Warum ist WGVDL nur das „Gelbe Forum“?

Das vermutlich berühmteste Forum in der männerrechtlichen Szene ist das ominöse „gelbe Forum„, das gleichzeitig auch so berüchtigt ist, dass sich vereinzelt Leute sich zu einer Rechtfertigung veranlasst fühlen, weil sie es tatsächlich mal besucht haben. Andere scheuen sich davor es direkt zu verlinken, oder nennen es eine „Müllhalde“.

Aber woher kommt die Reserviertheit diesem Forum gegenüber, dass man es mit „das gelbe Forum“ umschreibt? Warum scheuen „seriöse Blogger“ davor zurück und bleiben auf Distanz?

Das Problem ist zum einen, dass dort oft extreme Positionen vertreten werden. Positionen, die in einem lösungsorientierten Diskurs in der Gesellschaft nie mehrheitsfähig wären und somit diesem Diskurs eher schaden als nützen. Zum anderen versucht die männerrechtliche Blogosphäre einen seriösen Gegenpol zum Feminismus darzustellen. Das ist so schon schwer genug, und eine Kooperation mit den „Extremisten“ wäre eine Angriffsfläche, die sofort dazu ausgenutzt werden würde eben diese Seriosität in Frage zu stellen.

Das bedeutet aber nicht, dass die so genannte „gemäßigte linke männerrechtliche Blogosphäre“ (es ist mir hier übrigens zum ersten mal passiert, dass mich jemand als „linker“ bezeichnete, während andere mich gleichzeitig für „reaktionär“ oder „rechts“ halten) den grundsätzlichen Anliegen der Leute im gelben Forum in den Rücken fällt. Dem Grunde nach sind die Anliegen oft genug nahe beieinander. Der Unterschied ist der, dass die „gemäßigten“ sich eben nicht radikalisiert haben, und dadurch sachlich(er) bleiben können.

Ich kann bis zu einem gewissen Punkt auch verstehen, warum das für manche so aussehen muss, als ob die gemäßigten Männerrechtler halbfeministisch sind. DschinDschin bringt es recht gut auf den Punkt, wenn er erklärt, warum er das Wort „Müllhalde“ für gar nicht so falsch hält:

Manche in der männerrechtlichtlichen Blogosphäre, alle bei den FeministInnen halten das WGVDL.COM-Forum, auch das Gelbe genannt, für eine Müllhalde.

Und in gewisser Weise haben sie vollkommen recht. Denn auf einer Müllhalde landet, was das System zerstört und ausgeschissen hat: Trümmer, Reste, Unrat, Abfall.

Und im Gelben Forum treffen sich die vom System Verletzten, Ver- und Zerstörten, Verbogenen, krank Gemachten, die in der Öffentlichkeit Ungehörten, Verachteten, Lächerlich gemachten.

Hier finden sie Männer mit ähnlichem Schicksal, mit ähnlicher Anschauung. Hier können sie ihr Leid, den Seelenmüll, den Hass, den Frust von der Seele schreiben und schreien.

Kai beschreibt auf man tau eine ganz ähnliche Beobachtung:

Ja, wir sind eine Bewegung die sich auch aus Menschen zusammensetzt, die oftmals tief einschneidende Veränderungen in ihrem Leben durchgemacht haben. Sei es Scheidung / Trennung und Verlust der Kinder, finanzieller Ruin, die von Feministinnen dann auch noch als Bioloser oder Unterhaltsverweigerer verhöhnt werden, die eh nichts von ihren Kindern wissen wollen. Aber auch andere Erlebnisse treiben Menschen zu uns. Im Gegensatz zum Feminismus, der sich eher am linken Rand verortet, haben wir keinen linken Wertekonsens. Nicht nur linke, auch katholische homophobe CDU-Wähler lassen sich scheiden oder erhalten den tollen Job aufgrund der Quote nicht.

Ja, ich kann den Hass dieser Menschen teilweise verstehen, nicht gutheißen, aber verstehen. Wir haben sie auch immer wieder in unserer Elternorganisation, die Schreihälse, die glauben, schnell ein paar Aktionen machen zu müssen, damit sich schnell was ändert. […]

Einige dieser Schreihälse findet man dann irgendwann mal im Internet wieder. Sie betreiben Seiten, auf denen das Jugendamt als Nazibehörde bezeichnet wird, sie beschimpfen alles und jeden, der nicht 100% ihrer Meinung ist, und / oder betreiben eine internationale Ein-Mann-Organisation. Sie hetzen gegen alles und jeden. Oftmals kommen noch Verschwörungstheorien hinzu, auch die vom angeblichen „Verfall des Volkes“, das durch die Entmachtung des Mannes geschwächt werde […]

Sie fühlen sich nicht mehr ganz so ohnmächtig wie in der Gerichtsverhandlung, in der über sie fremdbestimmt wurde. In dem oftmals eine Richterin nach dem „état de fait“, der geschaffenen Situation / Tatbestand, entscheidet. Die Frau gegangen, die Möbel mitgenommen, was wollen Sie noch, ihren Kindern geht es doch bei der Mutter gut. Gewürzt mit einem nutzlosen Gutachten für mehrere tausend Euro, zurückgelassen mit Anwaltskosten, den eigenen und denen der Ex, und dem Gefühl der Ohnmacht, der Wut und dem Hass.

Sie senden ihren Kindern nur noch einmal im Monat eine Nachricht, in Form einer einfachen Überweisung auf das Konto der Mutter. ‚Kindsunterhalt’, Name und Kontonummer ist der einzige Kontakt eines Vaters, der sich jahrelang für die Familie und vor allem für die Kinder aufgeopfert hat.

Den Männern, die sich auf dem gelben Forum wieder finden, wurde oft genug übel mitgespielt. Es sind Opfer eines Systems, in dem sie nicht gerecht behandelt werden, das ihnen die Würde genommen hat. Dass solche Menschen im Frust in ein unsachliches Extrem verfallen versteht man auch als Feministin:

Mich wundert die Radikalisierung dieser Menschen nicht im geringsten. Wer ungerecht behandelt wird, um seine Existenz gebracht wird und somit andauernd unter dieser Ungerechtigkeit leidet, muss fast radikal werden. Aber Radikalität ist nicht zielführend, weswegen ich doch ganz froh darüber bin, dass es die sachlichere, gemäßigtere Szene auch noch gibt.

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Über Martin Domig

Uh yeah. THAT guy.
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19 Antworten zu Warum ist WGVDL nur das „Gelbe Forum“?

  1. wortschrank schreibt:

    Hallo Martin,

    danke für Deine präzise Analyse und auch Dein Verständnis für die individuellen Situationen und Notlagen, in denen sich diese „entsorgten“ Väter befinden. Ja, ich verstehe ihre Wut. Ich verstehe sie von ganzem Herzen. Und dennoch distanziere ich mich von diesem Forum. Ganz einfach deshalb, weil in diesem Forum alle Vorurteile von „Masku-Ärschen“ bedient werden, mit denen ich bei jedem Versuch, ein sachliches Gespräch mit einer Feminstin zu führen, konfrontiert werde. Nochmal: Ich habe Verständnis für deren Wut. Viele von ihnen sind genau so, weil ihnen massives Unrecht widerfahren ist und das nur, weil sie Männer sind. Dennoch gibt es auch homophobe Stimmen und solche, die Frauen als minderwertig betrachten. Und das ist einfach so grundsätzlich gegen mein Naturell, dass ich mit denen nicht in eine Schublade gesteckt werden möchte. Mein mittel- bis langfristiges Ziel ist eine Gesellschaft, die sich gemeinsam gegen Ungerechtigkeiten stemmt. Und dieses gemeinsam wird unerreichbar bleiben, so lange durch gegenseitige, vorverurteilende Verletzungen auf beiden Seiten die Wut geschürt wird. So wird am Ende ein Krieg am Leben gehalten, den eigentlich keiner will. Oder doch?
    Jedenfalls will ich nicht Teil dieses Kriegs sein und deswegen sträube ich mich nach wie vor, mich als „Maskulisten“ o.ä. bezeichnen zu lassen. Weil ich mit einigen besonders lauten Besuchern des „gelben Forums“ nicht assoziiert werden möchte. „Maskus“ werden auf Twitter in einem Satz mit Nazis/Rassisten genannt. Ist man erst mal auf diese unterste Stufe der Gesellschaft gestellt, ist eine Argumentation so gut wie unmöglich.
    Natürlich bezweifle ich nicht, dass einige Feministinnen dies als Totschlagargument missbrauchen, aber so lange im wgvdl dieser stellenweise extreme Hass toleriert wird, muss sich eben auch keiner wundern, wenn Maskulismus so wahrgenommen wird. Hier gerät Meinungsfreiheit an Grenzen, die der Sache eben mehr schaden als nutzen. Ich bin mir zwar bewusst darüber, dass sich der eine oder andere wgvdl-Besucher über meine Worte hier ärgen wird, aber vielleicht kann ich ja auch den einen oder anderen dazu bewegen, sachlicher zu bleiben.

    Aggressivität ist nämlich der beste Konsenskiller, weil er zwangsläufig nur Oppositionen erzeugt. Und obendrein macht diese Aggressivität eben auch angreifbar. Gerade im Internet sind Beleidigungen oder „Hatespeech“ jederzeit verlinkbar und dienen als Quelle für die Boshaftigkeit der Maskulisten. Und wer, bitte, sollte auf „uns“ hören, wenn „wir“ uns wie Oberarschlöcher benehmen? Und deswegen kann ich gar nicht anders, als mich von diesem Forum zu distanzieren. Selbstverständlich gibt es auch dort viele moderate Stimmen aber im Gesamtbild wirft es eben ein sehr schlechtes Licht auf jene, die sich eher moderat und sachlich für Männerrechte engagieren.

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  2. Anonym schreibt:

    Flussfänger, zu deinem Text hätte ich ein paar Fragen:

    Was bringt dich auf den Gedanken, dass jeder, der in diesem Forum gegen Frauen, Migranten, Schwule und Linke hetzt, das nur tut, weil er ein unter seinem Leid zusammenbrechender Scheidungsvater ist?

    Was haben z.B. die bösen Schwulen diesen Armen Entsetzliches angetan, dass diese darauf nur mit blankem Hass reagieren können?

    Stört es dich überhaupt nicht, dass zahllose Väterrechtler, die nicht durch die Gegend randalieren, sondern sich zusammennehmen, weil sie ernsthaft etwas erreichen und nicht als unseriös abgetan werden wollen, von denjenigen anhaltend sabotiert werden, denen es sehr viel wichtiger ist, täglich ihren Hass auf die verschiedensten Minderheiten herauszubrüllen?

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    • Martin Domig schreibt:

      Das ist ja fast schon ein Blogstöckchen 🙂

      Was bringt dich auf den Gedanken, dass jeder, der in diesem Forum gegen Frauen, Migranten, Schwule und Linke hetzt, das nur tut, weil er ein unter seinem Leid zusammenbrechender Scheidungsvater ist?

      Nichts, ich habe das vielleicht missverständlich formuliert. Ich denke, dass es dort einige entsorgte Scheidungsväter gibt, aber nicht dass jeder dort einer ist. „Oft genug“ habe ich bezüglich des Anteiles der Scheidungsväter an den Forumsteilnehmern verstanden. Vermutlich gesellen sich die anderen dazu, weil sie ähnlich drauf sind wie die Scheidungsväter – wenn auch aus anderen Gründen.

      Was haben z.B. die bösen Schwulen diesen Armen Entsetzliches angetan, dass diese darauf nur mit blankem Hass reagieren können?

      Meine persönliche Vermutung: die bösen Schwulen sind ein Teil der LGBTQ-Wolke die zum Feminismus gehört – und somit auch ein Teil des Feindbildes. Ich glaube auch nicht, dass jemand, der aus Verletzung und Verzweiflung zum – überspitzt formuliert – hasszerfressenen Zyniker wurde noch in der Lage dazu ist, differenziert zu Unterscheiden wer ihm tatsächlich ein Unrecht angetan hat und wer nicht.

      Stört es dich überhaupt nicht, dass zahllose Väterrechtler, die nicht durch die Gegend randalieren, sondern sich zusammennehmen, weil sie ernsthaft etwas erreichen und nicht als unseriös abgetan werden wollen, von denjenigen anhaltend sabotiert werden, denen es sehr viel wichtiger ist, täglich ihren Hass auf die verschiedensten Minderheiten herauszubrüllen?

      Doch, das stört mich, ich finde es sogar sehr schade weil dabei viel kaputt geht, und genau das ist auch der Grund für die häufige Abgrenzung zu WGVDL. Aber diese Menschen gibt es, sie sind da, sie werden in der einen oder anderen Form ihren Frust abladen. Aber es stört mich auch der undifferenzierte Blick auf die Männerrechtsszene, der vereinfachend genau diese Menschen als repräsentativ für die ganze Bewegung in den Medien präsentiert und danach verurteilt. Das wäre in etwa so, wie wenn man den ganzen Feminismus anhand einer Valerie Solanas verurteilen würde, die anscheinend nicht ganz dicht war und die Tötung eines großteils der männlichen Menschheit propagierte. Wird das in den Medien ausgegraben und breitgetreten, um den Feminismus zu verurteilen? Nein. Distanziert sich der Feminismus so deutlich von dieser Position, wie sich die gemäßigte Männerrechtsszene von den Radikalen versucht abzugrenzen? Nein, auch nicht. Im Gegenteil: Feministinnen, die sich eher zu ihr bekennen als sich von ihr abzugrenzen verkaufen Bücher, und ich habe noch nichts von einer Protestaktion bei einer Buchpräsentation gelesen.

      WGVDL wird nicht verschwinden, solange Männer/Väter weiterhin nicht mit der gleichen Würde behandelt werden wie Frauen/Mütter. Ich teile die meisten Ansichten in dem Forum nicht, aber ich kann zum Teil verstehen warum es sie gibt. Das wollte ich mit diesem Artikel zum Ausdruck bringen.

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  3. WGvdL-Forum schreibt:

    Früher galt das anderen Meinung eine Plattform bieten als eine grundsolide demokratische Haltung. Es liegt in der Natur der Sache, wenn weibliche Feministinnen und männliche Profeministen keine Kritik an Feminismus und Gleichstellungspolitik hören wollen. Wenn allerdings stets Toleranz einfordernde Schwule die Andermeinung als „Müllhalde“ denunziert, dann befremdet das schon. Die inzwischen oft bemühte Floskel, Wortmeldungen aus dem WGvdL-Forum würden „eher schaden als nützen“, verlangt nach einer Rechtfertigung. Wer lamentiert, dass die Andermeinung ihm eher schade als nütze muss sich fragen lassen, ob er nicht ein Demokratiedefizit hat. Wie DschinDschin treffend bemerkte, ist das WGvdL-Forum weder eine Szene-Kneipe noch ein Literaten-Café. Wer solches sucht, der möge entsprechende Lokalitäten aufsuchen. Das WGvdL-Forum ist aber urdemokratisch darin, dass jede Meinung als wert erachtet wird, geäußert werden zu dürfen.
    Den Betreibern des WGvdL-Forums gebürt mehr Anerkennung in beharrlicher Verteidigung urdemokratischer Prinzipien, als alle Blogbetreiber, die sich eine Schar Jubelperser um sich versammelt, welche ihre szenetypischen und in der Szene akzeptierten Sprüchlein ablassen.
    Mit Radikalität hat das WGvdL-Forum nichts zu tun, sehr viel aber mit Demokratie und Respekt vor der Meinungsäußerung des Citoyen.

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    • Gerhard schreibt:

      Hui, das Forum spricht selbst? Erinnert mich an die allwissende Müllhalde.

      Ja, das Forum ist ein Hort der Demokratie, klar. Aber eines stimmt doch. Die ganzen Spinner haben ihren eigenen Club. Wie die Heiseforentrolle. Und stören damit nicht den Rest. Genau wie eine Müllhalde hilft das Stadtbild zu verschönern.

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    • Adrian schreibt:

      „Wenn allerdings stets Toleranz einfordernde Schwule die Andermeinung als “Müllhalde” denunziert, dann befremdet das schon.“

      Es gab nur einen Schwulen, der WGvdL als „Müllhalde“ bezeichnet hat, und das war ich. Und ich fordere auch keine Toleranz ein, sondern ein wenig Grundrespekt vor mir und meinem Beziehungsleben, dass sich durch nichts von dem von etwa 50 Prozent der Weltbevölkerung unterscheidet.
      Im Ürigen toleriere ich WGvdL. Ich stelle weder Strafanzeige, noch plädiere ich für Schließung des Forums. Aber Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass man nicht kritisiert wird. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, alles abzunicken, oder jede Meinung für gleich gut und gehaltvoll zu halten, und sie bedeutet erst Recht nicht, nicht mit gleicher Münze zurückzuzahlen.
      Und ich habe nicht mal mit gleicher Münze zurückgezahlt. Wenn, dann hätte ich nämlich Eure Heterosexualität verspotten und beleidigen müssen. So, habe ich aber nur auf immerwährende Beleidigungen Eurerseits reagiert. Aber da fühlen sich auf einmal alle gekränkt.
      Es ist ein typisch Reflex der konservativen politischen Korrektheit, rumzujammern, wenn man zurückhaut, und bescheuerte Ansichten als das bezeichnet was sie sind. Man selbst muss sich als Schwuchtel, pervers und eine Gefahr für Kinder und die Gesellschaft im Allgemeinen bezeichnen lassen, aber wenn man solche Äußerungen dann als „Müll“ betitelt, dann hat man auf einmal eine Grenze überschritten.

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      • Anonym schreibt:

        Sauber argumentiert. Fremde Leute unaufhörlich mit Gemeinheiten zu überziehen, um dann laut loszuweinen und sich seit Wochen nicht mehr einkriegen zu können, weil irgendwann einmal gekontert worden ist, ist lächerlich und sorgt ganz bestimmt nicht dafür, dass andere mehr Respekt vor einem haben.

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    • Martin Domig schreibt:

      Die inzwischen oft bemühte Floskel, Wortmeldungen aus dem WGvdL-Forum würden “eher schaden als nützen”, verlangt nach einer Rechtfertigung. Wer lamentiert, dass die Andermeinung ihm eher schade als nütze muss sich fragen lassen, ob er nicht ein Demokratiedefizit hat.

      Ich habe es hier schon geschrieben. Man könnte es auch anders Formulieren: WGVDL schadet der Männerrechtsbewegung, weil es als repräsentativer Strohmann vor den Vorhang gezerrt wird, den man dann aufgrund von teilweise eher rustikalen Formulierungen aus dem Forum vor dem klatschenden Publikum demontiert.

      Den Betreibern des WGvdL-Forums gebürt mehr Anerkennung in beharrlicher Verteidigung urdemokratischer Prinzipien, als alle Blogbetreiber, die sich eine Schar Jubelperser um sich versammelt, welche ihre szenetypischen und in der Szene akzeptierten Sprüchlein ablassen.

      Falls du es noch nicht gemerkt hast: ich verurteile die Betreiber von WGVDL nicht, sondern kann die Motivation dafür zum Teil sogar nachvollziehen. Das heißt aber nicht dass ich mit allem und jedem dort konform gehe, genau so wie ich nicht mit allem in der Männerrechtsbewegung konform gehe. Du wirst dich vielleicht noch wundern welche in der Szene nicht akzeptierten Sprüchlein ich hier noch gedenke abzulassen.

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  4. Gerhard schreibt:

    Martin, das ist eine schöne Beobachtung. Ich empfehle manchmal trennungsfaq.de. Auch diese Site ist im Grundton ziemlich bitter. Und es lohnt sich da mal mit Empathie drüber nachzudenken warum solche Texte entstehen.

    Andererseits ist sie durchaus nützlich. Männer die vor einer Trennung stehen sind meist extrem gutgläubig. Und sehen hinterher wie sich vieles davon bewahrheitet, was auf dieser Site steht.

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  5. wortschrank schreibt:

    @WGvDL
    Auch ich bediene mich meiner Meinungsfreiheit. Indem ich klar mache, dass einige in Eurem Forum ein verdammt schlechtes Licht auf die Männerrechtsbewegung werfen. Was wollt Ihr denn mit dem Forum erreichen? Wollt Ihr wirklich nur Bashen oder wollt Ihr, dass Eure Argumente gelesen werden? Ihr habt eine Menge guter Argumente, aber mit Verlaub, nach 10 Minuten WGvDL brannten mir die Augen, und das sicher nicht wegen der Farbe. Es gibt Menschen, die wenden den Begriff „Meinungsfreiheit“ eben maßlos an, und zu denen gehöre ich eben nicht, denn mein höchstes Grundrecht ist die Menschenwürde und nicht die Meinungsfreiheit. Während sich also ein „Ich bin gegen Schwulenehe, weil ich das das klassische Familienmodell bevorzuge“ durchaus urdemokratische Meinungsfreiheit ist, ist ein „Scheiß Tucken wollen jetzt auch noch heiraten“ mit der Menschenwürde von Homosexuellen vollkommen unvereinbar! Das ist kein Zitat sondern ein Beispiel für den partiellen Umgangston bei „Euch“.

    Als konsequenter Verfechter einer (auch) verletzenden Meinungsfreiheit solltest Du jedoch überdenken, warum Du den Begriff „Müllhalde“ als denunzierend empfindest. Denn ansonsten machst Du Dich etwas unglaubwürdig, wenn Du zwar Schwulenbashing unter Meinungsfreiheit verbuchst, aber bei „Müllhalde“ rumheulst. Wenn Du so sehr Verfechter von Meinungsfreiheit bist, dass Du Schwulenbashing und Frauenwahlrechts-Entzug tolerierst, was willst Du denn dann überhaupt? Wenn Du so offen bist für Meinungsfreiheit, dann lasse doch auch den Feministen ihre Meinung. Nur mit dem Unterschied, dass diese um Welten geschickter ihre Argumente anbringen. Und was glaubst Du, auf wen dann eher gehört wird?

    Was Du nämlich grundsätzlich an „Meinungsfreiheit“ zu vergessen scheinst, ist der Punkt, dass sie neben Dir eben auch noch andere haben. Und genau darauf wollte ich schon in meinem ersten Kommentar hier hinaus. Du willst Respekt? Dann gib ihn auch! Du willst, dass Schwule Dein Forum nicht als Müllhalde bezeichen? Dann lass auch keinen schwulenfeindlichen Müll zu. Das ist doch eigentlich ganz einfach, oder? Du willst, dass Menschen Dir zuhören? Dann brülle sie nicht an. Wenn Ihr Männerrechtler seid, dann denkt mal drüber nach, dass es einfach nur unlogisch ist, schwule Männer bei einer Männerrechts-Thematik einfach auszugrenzen. Außer, ihr seht Schwule eben nicht als Männer an. und das wäre dann wieder ein Grund mehr für mich, mich von dem Forum ganz klar zu distanzieren und ganz offen meine Trauer zu bekunden für Eure verschwendete Energie, denn außer Euch will Euch keiner lesen sondern freut sich im Gegenteil diebisch, weil Ihr alle Munition liefert, die Männerrechtsbewegung als einen Haufen rassistischer, sexistischer und homophober Arschlöcher zu diskreditieren. Komm schon, wollt Ihr die Gesellschaft ändern oder einfach nur auf alles verbal draufprügeln, was kein Heteromann ist?

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  6. anonym schreibt:

    guter Text.

    schau mal bei http://maedchenmannschaft.net/ vorbei vielleicht verstehst du dann warum es das gelbe Forum gibt.

    Nee war nur spass das sind ja Mädchen

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  7. Adrian schreibt:

    „Den Männern, die sich auf dem gelben Forum wieder finden, wurde oft genug übel mitgespielt.“

    Das bezweifel ich.

    „Es sind Opfer eines Systems, in dem sie nicht gerecht behandelt werden, das ihnen die Würde genommen hat.“

    Wirkliche Opfer hassen in den seltensten Fällen.

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    • Stephi schreibt:

      Ich stimme dir zu, aber trotzdem wäre es nett, wenn du es genauer ausführen könntest.

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    • Kai V schreibt:

      Hallo Gay West,
      Hier muss ich Dir mit einem entschiedenen JAIN zustimmend wiedersprechen 😀
      Natürlich, Menschen die von Frühverschwuchtelung und sonstigem faseln waren auch vor der Trennung schon homophobe Arschlöcher, bei denen evtl. mit der Scheidung erst die letzten Tabus gefallen sind und ihre Kruden Thesen nun nicht nur am heimischen Stammtisch, sondern auch frei im WWWasterbasket ausschütten. Es ist nett das WVGVDL hier von Jubelpersern redet. Genau die suchen sie, losgelöst von Kritik, nicht mal mehr fähig diese voll und ganz zu erfassen. Oftmals kommen bei diesen Idioten dann noch Verschwörungstheorien hinzu.
      Gerade was das Thema Heirat und Adoption angeht sehe ich bei einigen Vätern oftmals Neid , der erstmal nicht negativ ist. Ihr habt es erreicht das Eure Themen auf der Agenda sind, Neid! Aber Glückwunsch für Euch, es war ein hartest Stück Arbeit.
      Wir wollen da auch hin, an die wärmende Brust der Kanzlerin, die uns Trennungsväter dann ganz doll lieb hat. Bei einigen wird dieser Neid aber auch zu Ablehnung, da doch „unser“ Trennungsproblem zumindest gefühlt (ja, das fühlen wir nun mal selber, was ihr fühlt interessiert da leider nicht) viel wichtiger ist wie Euer klitzekleines Problem um Anerkennung.
      Das ihr auf dem Wohnungsmarkt, im Job oder sonstüberall benachteiligt seid, das fühlen die Trennungsväter nicht. Die meisten sind erst mit der Trennung, zumindest ihrer Ansicht nach, erstmalig benachteiligt, dann aber richtig. Im Gegensatz zu Schwulen, die ja nur GayPride machen und Spass haben wollen. Wenn man dann mal nach dem Grund der GayPride fragt, StonwallIn erwähnt etc. dann kommt bei denen jedoch nichts mehr. Sie haben sich einfach bisher damit nicht beschäftigt, nicht beschäftigen wollen. Sie waren nicht homophob und sind es auch heute nicht, sie sind einfach Ignorant, erwaten jedoch das sich nun alle für Ihr Problem interessieren.
      Dieser Neid kann dann auch mal in Ablehnung, nicht Hass, ausarten. Die haben das was wir haben wollen, wir sind aber doch viel wichtiger, denn wir sind ja leibliche Eltern. Das unsere Kanzlerin aber ganz viele Menschen, und das sogar je nach Tageslaune, wie wir bei der Atomkraft gesehen haben, an ihre wärmende Brust drücken kann, das sehen die leider nicht…
      Hass auf DIE Frauen, die ja alle nur Unterhalt wollen, auf DIE Feministen, die ja alle Männer hassen etc. ist oftmals eine Phase, die überwunden werden kann. Zumindest wenn die Vätergruppe hier auch mal Kontra gibt und nicht zu einem Heulverein mutiert, der über die Schlechtigkeit der Gesellschaft und des Feminismus redet. Genau so wie die oben beschriebene Ablehnung, diese wird schnell abgelegt, denn sie lenkt von der Lösung der Probleme ab… Wir dulden so etwas Phasenweise, aber nach spätestens drei Abenden gibt es dann Kontra. Man darf seinen Hass mal ausleben, muss man auch mal, aber irgendwann muss man dann vom Opfer zum aktiv handelnden Menschen umspringen…
      Der Hass auf die Ex, die Anwälte, Richter und Gutachter bleibt hingegen ausnahmslos bestehen, wie ich bei mir und anderen auch feststellen muss. ..
      Wie schriebst Du einmal so treffend:
      Live is a Bitch who sleeps with everione except you! und ich möchte ein „and me“ anfügen…
      Gruss und ein besinnliches Fest an Euch beide und Eure Lieben
      Kai V

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  8. Pingback: Das Masku-Blogstöckchen | Flussfänger

  9. kai schreibt:

    Hallo Martin,
    nun, einige radikalisieren sich und kommen ins extrem, andere töten gleich die Kinder, die nächsten werden obdachlos… Doch wir haben viele, die machen sehr gute Arbeit, die sich über diese Hilfe stellvertretend an ihrer Partnierin rächen. In dem sie Menschen helfen, die sich in der gleichen Situation befinden wie sie… Ich frage mich immer wieder, warum nun einige nicht mehr für uns „erreichbar‘ sind und lieber rumkrakelen….

    Das Problem, durch ihre Abgegrenztheit und ihre OneManShow schaden sie sich mehr, als das sie sich helfen. Sie haben gute Ansätze, doch dann, irgendwann kommt es wieder durch und schwups, die guten Ansätze zerstört…

    Gruss
    Kai

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