#Aufschrei ohne Echo

Vor einem Jahr lief der #Aufschrei auf Twitter. Er wurde von Feministinnen initiiert, von Medien gelobt, durch einen Preis geadelt, in Texten auch kritisiert und verlief schlussendlich im Sand.

Voller Hass sei der #Aufschrei jetzt, schreibt Lena Jakat in der Süddeutschen Zeitung. Gemeint ist damit vermutlich die natürliche Reaktion einer Mehrheit, die sich gegen ungerechte Anschuldigungen einer kleine aber laute Gruppe von Aufschreihälsen wehrt.

Die einen halten einem Feminismus, der Nichtigkeiten für #Aufschrei-enswert hält, den Spiegel vor, indem sie Banales unter dem Hashtag schreiben. Das ist Hass, ganz klar, weil es eine Blasphemie gegen ein Heiligtum der Frauenbewegung, eine Verharmlosung der tagtäglichen Gräuel wahrer Opferinnen von Alltagssexismus darstellt. Oder so ähnlich.

Andere erkannten, dass in dieser Kampagne alles in einem Topf landete und als Beweis für eine durch und durch von Frauenfeindlichkeit zerfressenen Gesellschaft verwendet wurde: fragwürdige Blicke von Fremden wurden direkt neben klaren Straftaten genannt und undifferenziert zu einem Brei vermengt, der dann den Medien vorwurfsvoll zum Fraß serviert wurde. Das führte auch dazu, dass plötzlich alles als böse gewertet werden konnte war was man(n) so tat. So schaffte es eine kleine Gruppe von dauerempörten Langzeitstudentinnen die halbe Menschheit pauschal zu verdächtigen. Dass diese halbe Menschheit das nicht einfach so stillschweigend hingenommen hat kann man auch als Hass verstehen. Wenn man von einer Ideologie derart verblendet ist, dass man jede Kritik, und sei sie noch so berechtigt und sachlich, als direkten Angriff auf die eigene Person versteht.

Sollte sich jetzt die Männerrechtsbewegung unter #Aufschrei bemerkbar machen? Es kann nicht schaden, solange sie dabei sachlich bleibt. Nur würde ich davon nicht zu viel erhoffen. Es gehen vermutlich noch ein paar Jahre ins Land, bevor auch eine Lena Jakat bei der Süddeutschen Zeitung erkannt haben wird, dass sie mit ihren kaum 30 Lenzen die Welt noch durch eine Feminismusbrille mit eingebauter Sexismuslupe betrachtet hatte, die zu nichts anderem nütze war als sich selbst unglücklich zu machen. Und leider wird sich so bald kaum ein Journalist trauen einen Artikel zu schreiben, der sich gegen die Gender-Maingestreamte Leermeinung stellt.

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Über Martin Domig

Uh yeah. THAT guy.
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Eine Antwort zu #Aufschrei ohne Echo

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