Besser ists, gell?

Der ORF, österreichischer Medienplatzhirsch und erster Vertreter des Qualitätsjournalismus, titelt heute wieder mal mit einem Lehrstück für ausgewogene Berichterstattung. Absolut wertneutral wird von der Situation der Gleichberechtigung in unserem Land berichtet. Nicht nur wird die Sachlage aus mehreren Blickwinkeln beleuchet (audiatur et altera pars), nein – es wird auch auf vorgefertigte Meinungen verzichtet:

Zwar kehren tatsächlich mehr Frauen nach der Karenz auf den Arbeitsmarkt zurück als noch vor 20 Jahren. Doch von Gleichberechtigung ist keine Rede. Wie aktuelle Untersuchungen des Instituts für Soziologie an der Universität Wien zeigen, ist selbst in Wien der Anteil der Haushalte mit „klassischem Familienmodell“ – der Mann arbeitet Vollzeit, die Frau geringfügig oder Teilzeit – zwischen 1995 und 2013 von elf auf 25 Prozent gestiegen.

Das ist doch mal was neues: Gleichberechtigung bedeutet also sich auf dem Arbeitsmarkt zu befinden. Wenn sich Frauen nach der Karenz also nicht auf dem Arbeitsmarkt befinden, sind sie nicht gleichberechtigt – unabhängig von den Beweggründen.

Aber halt – ich urteile Vorschnell. Die Beweggründe werden später eingehend beleuchtet:

Als mögliche Erklärungsmuster für die Entwicklung in Österreich nennt Verwiebe einerseits das Angebot der Kinderbetreuung, andererseits die gesellschaftliche Akzeptanz.

Ein falsches Dilemma wie es im Lehrbuch steht. Es wird vorgegaukelt, dass es nur zwei Möglichkeiten gebe: kein Angebot für Kinderbetreuung, und keine Akzeptanz dafür. Ob wohl noch weitere Gründe existieren? Zum Beispiel die Entscheidung einer Mutter, ihre Kinder selbst betreuen zu wollen?

Aber tun diese Mütter damit ihren Kindern einen Gefallen? Können sie ihren Kindern das selbe bieten, was Kindergärten bieten können? Natürlich nicht (fairerweise hier ein Hinweis: schreibt nicht der ORF, sondern der Standard). Schließlich ist eine pädagogisch hochschulgebildete Mutter vermutlich ein Ausnahmefall. Den Kindern wird also schon im zarten Alter von 3 Jahren die Zukunft verbaut!

Aber es gibt Hoffnung, bei den über Dreijährigen mehrt sich die Anzahl der Kinder, die das Glück haben ganztägig von Menschen betreut zu werden, die wissen was sie da tun:

Besser sei die Situation bei den Drei- bis Fünfjährigen, allerdings mit großen Unterschieden zwischen den Bundesländern. So werden etwa in der Steiermark 27 Prozent der Kinder ganztägig betreut, in Wien sind es 53 Prozent.

Besser. Fragt sich nur für wen.

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Über Martin Domig

Uh yeah. THAT guy.
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15 Antworten zu Besser ists, gell?

  1. Martin Domig schreibt:

    Das ist eine Antwort auf eine Frage, die mir auf Twitter gestellt wurde. Sie ist zu lange für Twitter, deshalb schreibe ich es einfach hier drunter.

    Krippenplätze, und dann wird alles gut?

    Wir haben Österreich und Deutschland eine ähnliche politische Einstellung. Nämlich: wenn es um Familienpolitik geht, dreht es sich hauptsächlich um Krippen (in Österreich ist das Wort „Krippe“ dafür übrigens nicht geläufig). Als seien Krippen das Allheilmittel, um Gleichberechtigung (was scheinbar gleichzusetzen ist mit Berufstätigkeit von Frauen) und Familie zu ermöglichen – und nicht zuletzt um die Geburtenrate zu erhöhen. Aber dass Krippenplätze allein da etwas bewirken ist unwahrscheinlich, wenn nicht sogar erwiesenermassen falsch.

    Es kommt oft der Hinweis auf Skandinavien oder Frankreich, wo mehr Krippenplätze vorhanden sind: „Dort klappts ja auch wunderbar – weil die haben mehr Krippenplätze, damit funktioniert dann alles“. Wenn Krippen alleine reichen würden, müssten zumindest die Deutschen in den neuen Bundesländern einen Babyboom erleben, dort gibt es eine Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren zwischen 70% und 90%. Die Geburtenrate ist dort aber nicht besser als sonstwo in Deutschland.

    Zum Vergleich dazu: der Staat in den USA macht für Kinder unter 3 Jahren überhaupt nichts, und haben eine Geburtenrate von 2,1.

    Krippenplätze, und dann wird alles gut? Was machen diese Länder sonst noch anders? Vielleicht fragen sie einfach mal die Familien, wie sie es denn gerne haben möchten, anstatt dass immer wieder von oben herab diktiert wird, dass man als moderne gleichberechtige Frau gefälligst zu Arbeiten hat (gegen Gehalt, weil alles andere ist ja nix wert), und dafür zu sorgen hat dass auch Papa mal die Küche putzt?

    Warum gilt die Kindererziehung als wertlos, wenn es die eigenen Kinder sind die erzogen werden? Warum wird diese Kindererziehung aber durch Unsummen querfinanziert, wenn diese Kinder von jemand anderem in einer Krippe betreut werden? Wenn dieses Geld, das in die Fremdbetreuung fließt, dafür verwendet werden würde, den Müttern ein ordentliches Gehalt mit Pensionsanspruch und Sozialversicherung zu finanzieren, wären vielen von ihnen besser dran. Aber nein, wer nicht Arbeiten geht hat ja kein erfülltes leben und ist nicht gleichberechtigt, sondern lebt in einer traditionellen Familie (ich geh mir gleich den Mund mit Seife auswaschen) in der die alten, überholten, hinterwäldlerischen Geschlechterrollen einzementiert werden. Das kann ja niemand wollen. Das hat niemand zu wollen.

    Nein nein, glücklich wird man einzig und allein als Zahnrädchen im Arbeitsmarkt. So wird uns kapitalistischer Neoliberalismus, eingepackt in eine feministische Gleichberechtigungshülle, als Familienpolitik verkauft.

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  2. Innenwelttramp schreibt:

    Hmm… Wie stellt ihr euch denn eine gerechte Verteilung der Lasten vor?

    Sollen Mädels dann auf aufwändige Ausbildungen verzichten und nach der Familienzeit als Altenpflegerinnen oder Supermarktkassiererinnen arbeiten?
    Habt ihr drüber nachgedacht, dass zumindest in D der Anteil der Alleinerziehenden wächst und damit die Kinderarmut? Was sagt ihr dazu, dass Frauen generell häufiger in Altersarmut geraten (dazu tragen die Einkommens-und Karriereverluste wg Familienzeit bei)
    Ist es nicht volkswirtschaftlicher Unfug, den Mädels erst den Zugang zur Hochschule schmackhaft zu machen, ihnen hochwertigere Berufe (im Unterschied zu früher) in Aussicht zu stellen und dann darauf zu hoffen, dass sich alles irgendwie selbstversntwortlich regeln wird?
    Oder dass gar der Trieb, Kinder haben zu wollen, stark genug ist, um eine Entscheidung für den Nachwuchs und gegen das berufliche Fortkommen zu begünstigen – egal, wie viel Geld so ein Studienplatz den Steuerzahler gekostet hat?
    Mir kommt vor, dass eine Menge idealistischer Nostalgie, aber wenig lebenspraktisches Denken den Blogpost und obigen Kommentare bestimmt.

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    • Martin Domig schreibt:

      Wie stellt ihr euch denn eine gerechte Verteilung der Lasten vor?

      Gegenfrage: soll es das erklärte politische Ziel sein, die derzeit bestehende Ungerechtigkeit gegenüber den Elternteilen, die zu Hause bei den Kindern bleiben, einfach nur umzuverteilen, so dass die bestehende Ungerechtigkeit gleichmäßiger verteilt wird? Wie nennt man das dann, Gleichunberechtigung?
      Da spielt auch folgendes hinein:

      Was sagt ihr dazu, dass Frauen generell häufiger in Altersarmut geraten (dazu tragen die Einkommens-und Karriereverluste wg Familienzeit bei)

      Du hast recht, das ist blanker Irrsinn! Genau die Leute, die eine für unsere Gesellschaft enorm wichtige Aufgabe übernehmen, nämlich die nächste Generation der Steuer- und Rentenzahler groß zu ziehen, büßen das mit Altersarmut – weil unserer Gesellschaft diese Arbeit nichts wert ist. Hausfrauen (ich nenne jetzt der Einfachheit halber nicht erwerbstätige, die eigenen Kinder betreuenden Mütter so, obwohl das Wort leider negativ besetzt ist) haben weniger oder gar kein Gehalt, und dadurch auch eine geringere Pension. Dafür haben aber Leute ohne Kinder, die ihr Leben lang Geld verdienen können, eine relativ hohe Pension – die von genau diesen Kindern finanziert werden wird. Eine Hausfrau arbeitet also dafür, dass fremde Menschen eine Pension erhalten werden, und riskiert dabei selbst die Altersarmut. Vom Staat bekommt sie davon so gut wie nichts (in Deutschland, in Österreich ist es etwas, aber nicht viel besser). Und selbst dieses Nichts wird noch als Herdprämie diskreditiert.

      Zieht die selbe Frau aber fremde Kinder auf, ist sie plötzlich eine hoch angesehene und politisch wichtige Tagesmutter mit Gehalt und Pensionsversicherung. Sie tut genau das selbe, nur halt nicht für die eigenen Kinder. Und dann ist plötzlich die Kindererziehung dem Staat auch bares Geld wert, denn soweit ich weiss wird eine Tagesbetreuung vom Staat ganz ordentlich subventioniert.

      Ich persönlich würde es bevorzugen, wenn dieses Geld, das der Staat einer Fremdbetreuung zuschießt, direkt an die Familie gehen würde, um genau diesen Einkommensverlust und das Risiko der Altersarmut auszugleichen. Dann gäbe es nämlich Wahlfreiheit. Dann könnte man selber entscheiden, ob man die Kinder selbst betreuen möchte oder in eine Fremdbetreuung geben will (die man dann ja mit diesem Zuschuss finanzieren könnte).

      Ist es nicht volkswirtschaftlicher Unfug, den Mädels erst den Zugang zur Hochschule schmackhaft zu machen, ihnen hochwertigere Berufe (im Unterschied zu früher) in Aussicht zu stellen und dann darauf zu hoffen, dass sich alles irgendwie selbstversntwortlich regeln wird?

      Ist es besser, wenn der Staat den Mädels das Lebensmodell diktiert, welches volkswirtschaftlich am rentablesten für ihn ist, nämlich möglichst viele Steuerzahler zu gebären, diese dann möglichst früh in eine Fremdbetreuung zu geben (ist schließlich ein Arbeitsplatz für eine Kinderbetreuerin) und selbst möglichst viel zu Arbeiten und Steuern zu bezahlen? Und der Vater soll selbstverständlich auch arbeiten gehen? Damit möglichst viele Arbeitskräfte für den Arbeitsmarkt verfügbar sind, um die Löhne noch weiter drücken zu können?

      Steht es dem Staat überhaupt zu, sich in diese Entscheidung einer Familie einzumischen?

      Oder dass gar der Trieb, Kinder haben zu wollen, stark genug ist, um eine Entscheidung für den Nachwuchs und gegen das berufliche Fortkommen zu begünstigen – egal, wie viel Geld so ein Studienplatz den Steuerzahler gekostet hat?

      Ja! Ausrufezeichen! Es soll ja tatsächlich Menschen geben, die sich erst jahrelang ausbilden um dann genau das zu tun, was menschlicher nicht sein könnte: seine eigenen Kinder aufziehen. Obwohl sie ein Doktorat in Kernphysik haben. Und das Freiwillig, weil es ihnen ein Anliegen ist. Nur wird das selten genug respektiert, u.A. auch nicht in dem oben zitierten Artikel des ORF – denn dort werden solche Entscheidungen unter „Frau ist nicht gleichberechtigt“ subsummiert.

      Wie eine gerechte Aufteilung der Familienarbeit aussieht ist meiner Meinung nach eine Sache, die individuell und innerhalb der Familien geklärt werden muss. Da gibt es keinen universell gültigen Kamm, über den alle geschert werden können. Und dazu brauche ich auch keine Institute, die mir haargenau hinterherrechnen, wie viele Minuten ich pro Tag für diese lästige, wertlose, verachtenswerte Familienarbeit aufwende, und das gegen die Zeit aufrechnen, in der ich dank Beruf und Karriere im gleißenden Sonnenschein der Selbstverwirklichung mein persönliches Glück erlange – auf Kosten meiner Frau.

      Solange Politik und Leitmedien versuchen jedem einzureden, dass Selbstverwirklichung und Glück einzig und allein auf dem Arbeitsmarkt zu finden seien, und solange Kinderbetreuung nur dann etwas wert ist, wenn die Kinder von den Eltern getrennt werden, und solange Frauen, die sich für ein Hausfrauendasein entschieden haben, über Begriffe wie „Herdprämie“ oder „Fernhalteprämie“ ein schlechtes Gewissen und Minderwertigkeit vermittelt wird, solange bleibt diese Autonomie der Familien ein frommer Wunsch.

      Ich denke auch, dass eben diese Autonomie der Familien politisch gar nicht gewollt ist, aus ideologischen sowie aus wirtschaftlichen Gründen. Aber das ist unmenschlich, teuer – und obendrein funktioniert es nicht. Wenn es mich zu einem idealistischen Nostalgiker macht wenn ich etwas dagegen sage… na dann bin ich halt einer.

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      • Innenwelttramp schreibt:

        Du unterstellst, dass Frauen nicht selbst entscheiden können, sondern Opfer von medialen Einflüsterungen sind. Kann es sein, dass du einer Fehleinschätzung aufgesessen bist? Warum sollte eine junge Frau auf einen attraktiven Beruf verzichten wollen und ohne diese wichtige Erfahrung gemacht zu haben, die Mutterschaft wählen – womöglich in völliger finanzieller Abhängigkeit von einem Mann ?
        Eine gute Berufsausbildung ermöglicht Frauen – anders als noch vor 50 Jahren – ein völlig selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie selbst und niemand sonst entscheidet dann, welchen Lebensentwurf sie bevorzugt: wenn sie will, entscheidet sie sich für Familie. Falls die Partnerschaft zerbricht, steht sie dann im Gegensatz zu früher nicht vor dem Nichts, sondern kann sich und ihr Kind versorgen.
        Es ist Aufgabe der Gesellschaft, die Weichen so zu stellen, dass diese gesetzlich garantierte gleichberechtigte Wahlfreiheit nicht sabotiert wird, indem die mit der Kinderaufzucht verbundenen Einschränkungen auf die Frauen abgewälzt werden.
        Was ist zB mit ausreichend Job Sharing Angeboten, betrieblichen Kindertagesstätten mit flexiblen Öffnungszeiten usw. Diese Dinge sprichst du nicht an, sondern reduzierst das Thema auf die negativ attributierte „Krippe“.
        Mein Eindruck: es wäre dir unausgesprochen lieber, das alte Rollenmodell vom männlichen Versorger bliebe unangetastet ( wehe, wenn Vadder arbeitslos wird..) und die Frau landet wieder bei den 3 K: Kinder, Küche, Kirche

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        • Innenwelttramp schreibt:

          Fortsetzung:

          Ist es besser, wenn der Staat den Mädels das Lebensmodell diktiert, welches volkswirtschaftlich am rentablesten für ihn ist, nämlich möglichst viele Steuerzahler zu gebären..

          Der Staat diktiert das Kinderkriegen doch nicht! 🙂
          Frauen entscheiden sich ( möglichst mit Partner) Kinder zu gebären – oder eben nicht. Viele Frauen, die ich kenne, würden am liebsten qualifizierte Berufstätigkeit und Kinderhaben besser miteinander vereinbaren können.

          solange Frauen, die sich für ein Hausfrauendasein entschieden haben, über Begriffe wie “Herdprämie” oder “Fernhalteprämie” ein schlechtes Gewissen und Minderwertigkeit vermittelt wird..

          Stimmt das denn? Weiter oben rühmst du die Kernphysikerin, die ihren Beruf aus freien Stücken aufgibt. Die Frsu, die eine solche Entscheidung trifft, hat doch auch frei gewählt ( so sie denn eine Wahlmöglichkeit hatte) – dann wird sie kein schlechtes Gewissen haben, sondern selbstbewusst zu dieser Entscheidung stehen.
          Mich würde mal interessieren , was die Frauen in deinem Umfeld zu deiner Sichtweise sagen. 🙂

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        • Martin Domig schreibt:

          Weiter oben rühmst du die Kernphysikerin, die ihren Beruf aus freien Stücken aufgibt.

          Damit wollte ich aber vor allem ausdrücken, dass ich alleine aufgrund einer abgeschlossenen Ausbildung noch keine moralische Verpflichtung sehe, diese Ausbildung später auch beruflich zu nutzen. Die Frau Doktor Kernphysikerin kann von mir aus auch als Landschaftsgärtnerin arbeiten, wenn sie will. Eine Ausbildung ist niemals vergebens, aber so wie du das geschrieben hattest hatte ich den Eindruck, dass bei dir vor allem die volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Rechnung im Vordergrund stand.

          Aber: wenn sich die Frau Doktor tatsächlich zu Hause zu den Kindern in der Küche stellt, weil sie das frei gewählt hat, wird sie sich dennoch anhören müssen, dass sie ihr Potential vergeude. Denn warum sollte eine junge Frau auf einen attraktiven Beruf verzichten wollen und ohne diese wichtige Erfahrung gemacht zu haben, die Mutterschaft wählen – womöglich in völliger finanzieller Abhängigkeit von einem Mann?

          Mich würde mal interessieren , was die Frauen in deinem Umfeld zu deiner Sichtweise sagen.

          Du wärst überrascht – die meisten lesen hier mit.

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        • Martin Domig schreibt:

          Du unterstellst, dass Frauen nicht selbst entscheiden können, sondern Opfer von medialen Einflüsterungen sind.

          Nein. Ich unterstelle aber, dass ihnen medial ein schlechtes Gewissen eingeflüstert wird, wenn sie sich nicht dem modernen Bild der Frau entsprechend entschieden haben.

          Kann es sein, dass du einer Fehleinschätzung aufgesessen bist? Warum sollte eine junge Frau auf einen attraktiven Beruf verzichten wollen und ohne diese wichtige Erfahrung gemacht zu haben, die Mutterschaft wählen – womöglich in völliger finanzieller Abhängigkeit von einem Mann ?

          Vielleicht weil es ihr das Herz zerbrechen würde, wenn sie ihr ein Jahr altes Kind in Fremdbetreuung geben würde. Oder vielleicht weil drei viertel der befragten Frauen das selbst gesagt haben.

          Was ist zB mit ausreichend Job Sharing Angeboten, betrieblichen Kindertagesstätten mit flexiblen Öffnungszeiten usw. Diese Dinge sprichst du nicht an, sondern reduzierst das Thema auf die negativ attributierte “Krippe”.

          Klar, auch eine Möglichkeit. Genau so wie stärker ausgebaute Väterkarenzen. Ich hab übrigens vieles noch nicht angesprochen, unter anderem auch nicht die Frage was denn eigentlich im Interesse des Kindes ist.

          Mein Eindruck: es wäre dir unausgesprochen lieber, das alte Rollenmodell vom männlichen Versorger bliebe unangetastet ( wehe, wenn Vadder arbeitslos wird..) und die Frau landet wieder bei den 3 K: Kinder, Küche, Kirche

          Nein, ist es nicht. Ich glaube nämlich nicht, dass die Rolle als männlicher Versorger die Männer, die es früher gelebt haben, sonderlich glücklich machte. Ich habe mal ein Buch entdeckt, in dem beschrieben wird was die Menschen an ihrem Lebensende am häufigsten bereuten. Platz 2 war da, und das kam von allen befragten Männern, dass sie sich wünschten weniger gearbeitet und mehr Zeit mit der Familie verbracht zu haben.

          Mir persönlich ist es wichtig ein Vadder zu sein, das heisst aber nicht dass ich auch die Kohle anschaffen muss. Stünde ich vor der Wahl meinen Job aufzugeben oder die Kinder tagsüber in den Hort zu geben, ich würde nicht lange überlegen.

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    • DarkynanMP schreibt:

      In Deutschland steht Frauen, zumindest seit 50 Jahren, der gleiche Schul- und Arbeitsbereich offen. Frauen werden hier auch schon seit meiner Schulzeit institutionell bevorzugt – in Einzelfällen (substrukturell) mag dies anders aussehen.

      Allerdings wollen(!) fast alle in die sog. weißen Berufe oder in die Berufe mit vorwiegend hohem sozialem Kontaktpotenzial.

      Erklärungsversuche zu diesbezüglichen Auffälligkeiten wurden bisher immer von einer vorweg angenommenen sozialen Passivlage aller Frauen aus begründet:
      Vorprägung im Elternhaus, gesellschaftliche Erwartungshaltung, Gestaltung des Schulunterrrichts… etc.
      ohne die Situation gleichalter Männer im gleichen Zeitraum gegenzuspiegeln.

      Ich wage sogar zu behaupten, daß die meisten Frauen (oder sollte es nicht sprachlich korrekter „Weiber“ heißen?) hierzulande eine unangreifbare soziale Machtstellung innehaben, die ihnen immer noch die Erwerbsarbeit zur reinen Wahlangelegenheit macht.

      Es gibt bisher kaum vernünftig verwertbares Fakten- oder Zahlenmaterial, von dem aus die rein berufliche Gestaltungssituation, wie sie ist, widerspruchsfrei begründet werden kann.

      Betrachten wir nun die Situation von Frauen bzgl. Kindschaft, stellen wir mit Leichtigkeit fest, daß Kinder keineswegs eine Karrierehemmnis sein müssen.
      Warum aber wird dann von Kindsmüttern so häufig auf Lasten verwiesen?

      Zumal dies i.d.R. Lasten sind, die gar nicht aufträten, wenn die Kindsmütter auch nur im Ansatz bereit wären, Väter/Männer auch wirklich in der Erzieherrolle zu dulden.

      Frauen können nämlich hierzulande souverän bestimmen, wie und ob überhaupt der Kontakt zwischen Kind und Vater/Mann gestaltet wird.
      Und wenn ein 1592-Vater noch nicht einmal der echte Vater ist, bestimmt die Kindsmutter sogar, ob er das jemals rechtlich bindend erfährt, oder nicht.

      In über 80% aller Fälle in denen entweder-oder Entscheidungen zu Kind/Arbeit getroffen werden, werden diese auf langfristige Absicherung der Kindsmutter „zugunsten“ der Kinder getroffen.
      Da diese Entscheidungen grdstzl. auch Entscheidungen in Bezug auf Teilung des alleinigen Sorgerechts und bspw. der damit verbundenen zusätzlichen Macht etc. sind, schwindet bei den meisten Frauen die Bereitschaft, Väter an der Erziehung der gemeinsamen Kinder aktiv teilhaben zu lassen.
      Und die Kinder können hier gar nicht erst entscheiden, ob eine Wahl der Kindsmutter zur Nichtzulassung des Vaters auch wirklich zu ihren Gunsten ist, da die Kindsmutter ihnen von vornherein jeglichen Kritikaspekt verwehrt.

      Das Zugeständnis der aktiven Erziehungsteilhabe von Vätern, die in Deutschland fast immer noch von der alleinigen Erlaubnis der Kindsmutter abhängig ist, geht für Frauen fast immer auch mit einer erhöhten Teilhabe am Vollerwerbsleben bzw. einer weiteren Karriereverfolgung einher, weil – und das ist meine These hier – solche Frauen eher auch bereit sind, ihre Kinder ihr eigenes Leben aktiv leben zu lassen.
      Ob eine zugelassene Vaterschaft im Einzelfall immer dieses für Kinder m.E. wünschenswerte Ergebnis zutage bringt, bezweifle ich.
      Aber ohne die Bereitschaft zum Wagnis einer zugelassenen Vaterschaft, die für die Kindsmutter mit Einbußen der sozialen Macht direkt verbunden ist, kann kein echter Wagemut zur eigenen Karriere – oder dem Scheitern – entstehen, wie er bei Vätern/Männern obligatorisch ist.

      Nur wenige wagen m.E. den Sprung in dieses kühlere Wasser, den eine effektive Aufteilung des Sorgerechts und die Aufgabe der damit in Deutschland verbundenen enormen Macht über Politik, Gesetz und Wirtschaft erzwinge würde.
      …den 2/3 der Männer fast zwangsläufig absolvieren müssen.

      In Bezug auf die in der letzten Hälfte des letzten Jahrhunderts extrem ausgeweiteten Anti-Familienpolitik, die die Möglichkeiten zur gemeinschaftlichen Bindung, Teilhabe und Verantwortung ohne direkten wirtschaftlichen Gewinn für den Einzelnen geradezu geächtet hat, zeigt die niedrige Geburtenquote bei den Menschen im hiesigen Kulturkreis meiner Meinung nach, daß die einseitige Geschlechterkriegsführung, die geschlechtsspezifizierte Politik und die inzwischen nur noch auf Frauen (und erst über Frauen definierte Familienpolitik) fixierte Sozialpolitik ein gemeinschaftliches Zusammenleben, daß in der Folge erst einen geeigneten Raum für ein glückliches Zusammenleben mit Kind und aktiver Kindeserziehung mit höchstmöglicher Sicherheit bieten könnte, den zweiten wichtigen Teil dazu beigetragen hat, Kinder als unattraktiven Bestandteil eines Ideals eines erfüllten Lebens zu betrachten.

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      • Innenwelttramp schreibt:

        @Martin Domig:
        Die von dir verlinkte Umfrage wurde unter Jugendlichen gemacht. Beachte auch diesen Absatz:

        Gefragt, ob auch abgefragt wurde, inwieweit Jugendliche wissen, was etwa Teilzeit im Hinblick auf Einkommensverzicht bedeutet, verneinte Filzmaier, es handle sich um subjektive Einstellungen bzw. „Wunschdenken“.

        Um realistische Zahlen zu bekommen, müsste man die Erhebung mit der Altersgruppe der Mitt-und Endzwanziger machen. Zumindest in W-Deutschland verschiebt sich die Phase der Familiengründung nach hinten: Ausbildung und Studium haben für beide Geschlechter Vorrang; die studentische Familie ist wohl eher die Ausnahme.
        In der Lebenspraxis zeigt sich dann auch schnell, dass die idealistischen Vorstellungen der Jugendlichen nicht realitätskonform sind: das fängt schon mit der Notwendigkeit einer hohen Ortsflexibilität an, wenn man/frau einen guten Job finden will. In D müssen viele Leute pendeln, was die Familiengründung erschwert. Ebenso bringen Zeitverträge ein hohes Maß an finanzieller Unsicherheit. Alles in allem werden Mädels nicht wie früher darauf warten, dass sie „eine gute Partie“ machen, damit sie entspannt Familienfrauen werden können. Und erst einmal im Beruf angekommen, überlegt sich Frau dann, ob es klug ist, bald in Karenz zu gehen. Die Situation,dass „die Familie“ entscheidet, stellt sich daher oft nicht: was zählt ist, ob wenigstens ein ausreichendes und halbwegs gesichertes Einkommen vorhanden ist

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        • Innenwelttramp schreibt:

          @DarkynanMP:

          Ich wage sogar zu behaupten, daß die meisten Frauen (oder sollte es nicht sprachlich korrekter “Weiber” heißen?) hierzulande eine unangreifbare soziale Machtstellung innehaben, die ihnen immer noch die Erwerbsarbeit zur reinen Wahlangelegenheit macht.

          Das verstehe ich nicht so ganz:
          1. klingt es so, als ob Frauen dadurch privilegiert seien, wenn sie statt der Erwerbsarbeit die unbezahlte Familien-und Pflegearbeit wählen. Dass das nicht stimmt, belegen doch gerade die Daten zur Armut in Alleinerziehenden-Haushalten sowie die Altersarmut von (Haus)Frauen. Frauen pflegen auch häufig noch alte Eltern. Worin diese Situation nun besonders privilegiert ist, kann ich nicht erkennen.
          2. dass Frauen oft „weiße“ Berufe wählen, hängt auch damit zusammen, dass im pflegerischen Bereich Teilzeit möglich ist oder zB reine Nachtschicht – im Blick auf Öffnungszeiten von Kindergärten praktisch. Als Ärztin ist das mit der Teilzeit deutlich schwieriger: man kann nicht um Punkt 12 aus dem OP rennen. Auch Lehramt Grundschule oder Erzieherin wird gern gewählt – hier ebenfalls aus Gründen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
          Übrigens ein weiteres Zeichen, dass es mit echter Wahlfreiheit nicht gut bestellt ist ( klar: hat sie doch selbst gewählt, das dumme Stück! ..)

          1. So lange in der Politik (und Wirtschaft) immer noch überwiegend männliche Gesichter zu finden sind – ich bin NICHT für Quoten – kann man nicht ernsthaft von einer einflussreichen Frauen-Lobby oder gar Macht sprechen. Außer man unterstellt, dass die vielen mächtigen Männer allesamt von irgendwelchen Weibern manipuliert werden 😀

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        • Martin Domig schreibt:

          So lange in der Politik (und Wirtschaft) immer noch überwiegend männliche Gesichter zu finden sind … kann man nicht ernsthaft von einer einflussreichen Frauen-Lobby oder gar Macht sprechen.

          Wie würdest du dann ein Frauenministerium, die flächendeckend verfügbaren Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen für Frauen oder die Gleichstellungsbeauftragten nennen? Kaffeekränzchen ohne Einfluss?

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  3. DarkynanMP schreibt:

    Im Hinblick auf die hohe kriminelle Energie, die die meisten Frauen an den Tag legen, wenn es in Trennungsfällen um Kinder und Geld geht, könnte man tatsächlich glauben, daß Mütter von dunklen Trieben der Selbsterniedrigung geleitet seien, sobald sie erst einmal Kinder zur Welt gebracht haben und man im Gedenken an die medial breit propagierten Unrechtsdarstellungen nun Mütter vor sich sieht, die sich in Elendszügen zur Selbstkasteiung ob der Erbsünde, drängelnd ihrem Untergang möglichst rasch nähern wollen.

    Ein genauerer Blick lohnt hier aber, denn in Deutschland ist die „Familienarbeit“ sicher nicht unbezahlt.

    Die Daten zur Armut in Alleinerziehendenhaushalten erklären nicht die teilweise schon erstaunlichen Beobachtungen, die man häufig beim genaueren Einblick in solche Haushalte machen kann.
    Vorsichtig ausgedrückt: es gibt Armut in Alleinerziehendenhaushalten.
    Und diese Armut ist eine Schande.
    Diese Armut ist aber kein Privileg von Kindesmüttern, weil sie Mütter sind, sondern sie würde Väter ebenfalls und dann weit schlimmer treffen, wenn ihnen Mütter die Kinder überhaupt problemlos überlassen würden.
    Dies ist allerdings sehr selten der Fall!
    Dennoch kämpfen viele Väter um eine wenigstens angenäherte Gleichberechtigung auch wenn sie das gegen durchorganisierte Netzwerke und ein in dieser Hinsicht längst zum Zuhälter degradierten Staatswesen nicht selten mit ihrem Leben bezahlen müssen.

    Die Frage der Armut, gerade auch im Alter, ist also keine Frage des Geschlechts oder der Kindeserziehung, sondern es ist die gezielte Irreführung der Öffentlichkeit durch eine Falschtitulierung der Schnittmenge zweier demografisch erfasster Bevölkerungskategorien.

    Es ist jedoch nur eine Falschtitulierung unter vielen.
    Anhand des durchschnittlichen Alters hiesiger Mütter zum Zeitpunkt der ersten Geburt eines Kindes ist genügend Anfangsmoment für die Vermutung vorhanden, daß eine potenzielle Mutter zunächst einmal ihre schulische Ausbildung ausrichtet, sich dann im Erwerbsleben orientiert und sich dann erst für Nachwuchs entscheidet.

    Mit der Wahl für „weiße Berufe“ kann die Nachwuchsplanung jedenfalls nicht viel zu tun haben, weil im Handwerk noch weit vielfältigere Möglichkeiten zur Zeitgestaltung und häufig sogar gleichzeitigen Kindeserziehung möglich wären.

    Anstatt der twitternden Mutter über Straßenzüge die gefüllten Wäschekörbe hinterherzutragen, wäre es für 8-10jährige sicher interessanter, der Mutter mal auf dem Bau oder der Arbeit im Felde zur Seite zu stehen.

    Dasselbe gilt übrigens für viele Industriebetriebe, die sogar eigene Kindergärten haben und vielfältigen Unterstützungsmodellen unterschiedlichster Art neben ausreichenden Geldmitteln auch Räume zur Verfügung stellen.

    Das Argument mit der Nachtschicht verfängt hier ebenfalls nicht, denn warum kämpfen die meisten Trennungsmütter (als Vorstufe zur alleinerziehenden) mit meistens erstaunlicher krimineller Energie und tatkräftiger Unterstützung durch Vereine, Sachbearbeiterinnen auf allen öffentlich-rechtlichen Behördenebenen und medialer Vorbereitung für eine Entfremdung vom Vater, wenn es mit diesem zusammen doch viel einfacher ginge?

    Natürlich gibt es diese, für mein Empfinden, Arschlöcher, die Spaß wollen, dann aber, wenn die Frau für Nachwuchs entscheidet, einfach abhauen.
    Aber das sind einerseits lange nicht so viele, wie es den Anschein hat, diese Männer sind auch relativ leicht erkennbar und andererseits erklärt das nicht die hartnäckige Kriminalität, zu der Mütter bereit sind, „wenn der Typ nicht bei drei abhaut“.

    Und die aus der Häufung von Frauen/Müttern in pädagogischen Berufen extrahierte Zusammengehörigkeit von freier Gestaltung der Arbeitszeiten hält ebenfalls keiner genaueren Betrachtung stand.
    Frauen gehen nicht in pädagogische Berufe, weil sie schwanger sind denn bzgl. der Vereinbarkeit von Erziehung und Beruf müssten sie dann fast schon zwangsläufig ins Handwerk streben.

    Warum sind in Kindergärten, Grundschulen, KiTa’s eigentlich so wenige Männer, die noch nicht wegen Kindesmißbrauch angezeigt, latent verdächtigt, oder mit GewSchG überzogen worden sind?

    Was müssen Männer erleiden, die es sich heute noch zutrauen, in einer deutschen KiTa zu arbeiten?

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  4. Bombe 20 schreibt:

    In dem Zusammenhang vielleicht auch noch interessant: Laut Erhebung von Statistik Schweiz waren dort im Jahr 2000 rund 80% der alleinerziehenden Väter, aber nur rund 20% der alleinerziehenden Mütter in Vollzeit berufstätig.

    Wie ist das bloß zu erklären? Werden Väter bei der Vergabe von Kinderbetreuungsplätzen bevorzugt? Haben Männer eher Familienmitglieder, die sich tagsüber um die Kinder kümmern können, während die armen Mütter alle ganz allein dastehen? Akzeptieren Chefs eher, daß ein Mann ein Baby mit auf die Arbeit bringt, als wenn eine Frau das tut?

    Oder ist es am Ende etwa doch eine Frage des Wollens? Haben Männer vielleicht eher die Einstellung, daß sie für ihre Familie sorgen müssen, während Frauen ihr ganzes Leben in der Vorstellung planen, irgendwann selbst Teil einer so versorgten Familie zu sein, glauben es sich deshalb leisten zu können, weniger gut bezahlte Berufe zu lernen? Und haben folglich im „Ernstfall“ dann auch weniger Motivation, Vollzeit zu arbeiten?
    Am Ende gewichten diese armen Patriarchatsopfer Zeit mit ihrem Kind noch höher als ein besonders gutes Einkommen? Diese Unterdrückung kann nur mit Zwang beendet werden, das wußte schon Simone de Beauvoir.

    Bombe 20

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  5. Pingback: Wenn in 15 Jahren mehr Frauen als Männer… | Flussfänger

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